Energiepass beim Hauskauf

Sie interessieren sich für einen Hauskauf? Dann haben Sie vielleicht schon von dem Energiepass gehört. Dieser zählt genauso für den Hauskauf Berlin wie für den Hauskauf in Offenbach, Würzburg und Marburg. Durch die Energieeinsparverordnung EnEV aus dem Jahre 2007 liefert der Energiepass Informationen über die Energiebilanz eines Gebäudes.

Darüber hinaus gibt der Energiepass Hinweise zur wirtschaftlichen und zweckmäßigen Modernisierung. Sie brauchen nun den Energiepass sobald Sie sich ein Haus kaufen, eins verkaufen, verpachten oder modernisieren wollen. Die ganze Angelegenheit folgt dem Trend, der Umwelt etwas Gutes zu tun, um irgendwie dem Klimawandel doch noch zu entgehen. Ähnlich wie die Schadstoffklassen bei PKWs gibt es verschiedene Effizienzklassen beim Energiepass.

Durch den Energieverbrauchskennwert lässt sich feststellen, wie hoch der jährliche Energiebedarf eines Gebäudes ist (kWh je m²). Damit lässt sich der Primärenergiebedarf berechnen, wobei folgende Faktoren eine Rolle spielen: Heizölbedarf, Strombedarf, Erdgasbedarf, Kohlebedarf, etc.) Der Hauskauf-Interessent bzw. der Mieter kann sich also bereits im Voraus darüber informieren, auf welchem Energiestandard das Gebäude sich befindet. So kann sich der Käufer bzw. der Mieter darauf einstellen, welche Kosten auf ihn zukommen werden. Somit sollte der Energiepass auch nicht als lästige Angelegenheit (deutsches Bürokratengehabe) abgestempelt werden, sondern als Möglichkeit für Sie, Energie in Zukunft einzusparen.

Die EnEV unterscheidet einen bedarfsorientierten Ausweis von einem verbrauchsorientierten. Ersteres untersucht lediglich die energetische Qualität des Gebäudes und der Anlage. Letztes untersucht den Verbrauch der letzten drei Jahre. Ein vollständiger Energiepass zeichnet sich auch dadurch aus, dass Anregungen und Vorschläge zur Modernisierung, d.h. zur Optimierung des Gebäudes enthalten sind. Diese sollen die Umweltfreundlichkeit verbessern, den Wert der Immobilie steigern sowie die laufenden Kosten nachhaltig reduzieren. Um bis zu 85 Prozent lässt sich der Energiebedarf durch vorgeschlagene Modernisierungspläne verbessern.

Fragen Sie bei Ihrem Makler oder Vermieter nach dem Energiepass. So befinden Sie sich schnell im Klaren über Ihre zukünftigen Heizkosten, etc. Ab dem 1. Januar 2009 haben Sie das Recht, sich bei allen Wohngebäuden, den Energieausweis vorlegen zu lassen. Falls der Ausweispflicht nicht nachgekommen wird, droht ein Bußgeld von bis zu 15 000 Euro, unabhängig vom Ort des Hauskaufs bzw. der Anmietung (Berlin, Gießen, Heidelberg, etc.).