Menschen liefern Energie?
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung rief im Rahmen des Förderkonzepts „Grundlagenforschung Energie 2020+“ einen Wettbewerb ins Leben. Dieser setzt sich mit der Frage auseinander, wie energieeffiziente Städte aussehen, was sie leisten und wie man eine solche Stadt planen kann.
Wenn man sich einmal überlegt, was alles unter den Begriff „energieeffiziente Stadt“ fällt, so kommen dem Überlegenden gleich mehrere Ausgangspunkte und mögliche Konzepte in den Sinn: Man könnte beispielsweise die Stromversorgung der Stadt unter die Lupe nehmen, oder die CO2 – Emissionen und somit Lösungen anstreben, diese zu verringern, oder man könnte sich anschauen, wie man innerhalb einer Stadt Energie sparen bzw. zusätzliche Energie gewinnen könnte.
Dies haben wir einmal gemacht und wir sind zu einer einerseits belustigenden, andererseits jedoch ernst zu nehmenden Überlegung gekommen: Wir Menschen geben ständig Energie ab, wenn wir unserem Alltag nachgehen. Es müsste Möglichkeiten geben, diese Energie aufzunehmen und sie in Strom umzuwandeln. Um Ihnen zu verdeutlichen, was damit genau gemeint ist, hier ein paar Beispiele: Wie viele Schritte legen wir beispielsweise täglich zurück? Könnte man nicht in den Fußgängerzonen einer Stadt Platten installieren, die unsere Bewegungsenergie aufnehmen und diese in elektrische Energie umwandeln? Oder was ist mit den Unmengen an Energie, welche in Fitnesstudios freigesetzt werden? Auf dem Laufband beispielsweise oder dem Stepper? Könnte ein solches Studio nicht zumindest einen Teil seines Stroms durch die Bewegung der Besucher erwirtschaften und so das Stromnetz entlasten?
Man denke hierbei auch an die Sportvereine. Ein gutes Beispiel sind Trampolin - Springer. Die freigesetzte Energie auf einem Trampolin ist groß. Könnte man diese nicht aufnehmen und speichern, anschließend umwandeln und damit Akkus oder ähnliches beladen? Ein Berg – Trampolin zum Beispiel ist sehr groß. Wie viel Energie geht täglich ungenutzt verloren! Schauen Sie sich doch einmal ein Berg – Trampolin an und denken Sie diesen Gedanken zu Ende!
Die Frage, die wir uns stellen, ist also: Können wir Menschen, wenn wir von alternativer Energie sprechen, nicht auch etwas zur Energiegewinnung beitragen, indem wir selbst Energiespender sind (und das ganz nebenbei)? Reibungsenergie zum Beispiel auf den Straßen. Bei unseren Dynamos am Fahrrad funktioniert dies schließlich auch. Wäre dies nicht auf lange Sicht auch in größerem Maße für unsere Städte denkbar? Zumindest als Teilversorgung? Wir dürfen gespannt sein!