Zeitarbeit und Energie?
In der heutigen Zeit sind vielen Arbeitnehmern Beschäftigungsverhältnisse durch Zeitarbeitsfirmen kein Fremdwort mehr. Manch einer, der heute einen gesicherten Arbeitsplatz hat, fand diesen durch eine Zeitarbeitsfirma oder musste einen Engpass mit Zeitarbeit in einer anderen Branche überbrücken. Untersuchungen belegen, dass Zeitarbeit oder der Einsatz von Leiharbeitnehmern auch im Bereich Energie und Bergbau zugenommen hat. Die Nutzung von Zeitarbeitern als Personal ist jedoch sehr unterschiedlich und hängt von den jeweiligen Unternehmen ab und davon, zu welcher Unternehmensgruppe diese gehören. Man spricht hier von einer Beschäftigung der Zeitarbeiter zwischen 5 und 40 Prozent.
Einige Unternehmen im Bereich Energie geben an, Zeitarbeiter nur dann einzustellen, wenn kurzzeitig Personalengpässe überbrückt werden sollen. Bei anderen Unternehmen jedoch sind es bis zu 40 Prozent der langfristig dort arbeitenden Mitarbeiter, die über das Zeitarbeitsentgeld abgerechnet werden. Dass dies nicht dem Lohn entspricht, den ein langjähriger Mitarbeiter erhalten muss, steht außer Frage. Es sind, was dies betrifft, auch erste Maßnahmen der Gewerkschaft ver.di im Gange, die sich für die genannten Arbeiter einsetzen möchte. Ver.di befürwortet eine Begrenzung der Zeitarbeit, da durch sie reguläre Arbeitsplätze gestrichen werden würden. Viele Unternehmen nutzen dies, um Personalkosten einzusparen.
An sich ist Zeitarbeit keine Beschäftigungsart, die man abstrafen sollte. Durch sie sind viele kurzzeitige Lösungen für Firmen möglich, wie zum Beispiel die Überbrückung eines Personalengpasses. Es ist allerdings anzumerken, dass ein Zeitarbeiter im Bereich Energie häufig ein Fremdarbeiter in der Firma bleibt und es hier zu sozialen Problemen kommen könnte. („Welche Rolle habe ich eigentlich in der Firma?“). Ein weiteres gesellschaftliches Problem ist, wie gesagt, auch die Einsparung regulärer Arbeitsplätze, die durch die Einstellung von Zeitarbeitskräften weiter vorangetrieben wird. Dies hat die Folge, dass gut ausgebildete Arbeitskräfte ihre Arbeit nicht wahrnehmen können, weil Leiharbeiter günstiger sind.
Unser Fazit: Zeitarbeit ist nicht schlecht, in der Energiebranche jedoch weniger geeignet. Hier sollte man als Unternehmer auf gut ausgebildete, langjährige Mitarbeiter setzen. Möchte man einen Personalengpass überbrücken, sind Zeitarbeitsfirmen jedoch gute Partner. Hier wird man kompetent beraten und es finden sich geeignete Mitarbeiter. Ähnlich wie den Personaldienstleister gibt es Zeitarbeitsfirmen in ganz Deutschland, bei denen Sie sich beraten lassen können.